Auch das gibt es in Mexiko: saubere Straßen, gepflegte Parks und praktisch keine Kriminalität. Der Ort heißt San Pedro Garza García. Sein Bürgermeister Mauricio Fernández provoziert regelmäßig landesweite Schlagzeilen. Kritiker werfen ihm einen Pakt mit der Drogenmafia vor. Fernández weist das zurück und führt seinen Erfolg auf die Stärkung der Gemeinde-Autonomie zurück. Er sieht mehr Föderalismus als Lösung von Mexikos Gewalt.
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Frankreich liefert Panamas Ex-Diktator Noriega aus
Frankreich hat den früheren Diktator von Panama, Manuel Noriega, in seine Heimat ausgeliefert. Der 77-Jährige wurde direkt nach seiner Ankunft in Panama-Stadt am Sonntag (Ortszeit) in ein Gefängnis 40 km nördlich der Hauptstadt überführt. In Panama erwartet Noriega eine 60-jährige Haftstrafe für Verbrechen während seiner Regierungszeit (1983 - 1989). Die USA hatten ihren früheren Verbündeten Noriega 1989 mit einer militärischen Invasion in Panama gestürzt. Noriega war daraufhin bis 2010 in den USA in Haft und anschließend in Frankreich.
Zahlreiche Festnahmen auf Kuba zum Tag der Menschenrechte
In Kuba sind am Vorabend (zum Auftakt) des Internationalen Tags der Menschenrechte rund 200 Menschen festgenommen worden. "Die kubanischen Behörden zeigen sich sehr nervös", teilte die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez mit.
Die Schwester gegen das Schweigen
Die Ordensschwester Consuelo in Monterrey kümmert sich um die unschuldigen Opfer des Drogenkrieges: Verschleppte, gefolterte und willkürlich getötete Menschen. Daran beteiligt sind auch Polizei und Armee: "Das wird jeden Tag schlimmer und das Traurigste ist, dass wir nicht wissen, wann das alles enden wird", klagt die 63-Jährige im Interview. Für ihren seit 18 Jahren währenden Einsatz gegen Mexikos untätige und korrupte Justiz erhält sie international viel Anerkennung. Daheim aber erntet sie Todesdrohungen.
Die lesenden Proleten
Mexiko lacht über seine peinlich unbelesenen Politiker. Präsidentschaftsfavorit Enrique Peña Nieto scheitert beim Versuch, drei Bücher aufzuzählen. Gegenkandidat Ernesto Cordero vermixt Autorennamen. Und der Bildungsminister von Mexiko-Stadt hat Mühe, die beiden Nobelpreisträger García Marquez und Vargas Llosa auseinanderzuhalten. Eindeutiger Gewinner der literarischen Patzer ist bisher Gandhi, Mexikos bekannteste Buchhandelskette. Sie rät ihren Kunden: "Schenk ihm nicht deine Stimme. schenk ihm ein Buch!"
Zunehmende Gewalt gegen Mexikos Friedensbewegung
Erneut ist in Mexiko ein Aktivist der Friedensbewegung ermordet worden. Damit starben in Mexiko in den letzten zwei Monaten drei Mitglieder der vom Dichter Javier Sicilia ins Leben gerufenen "Friedenskarawane".
Deutschland erfolgreich Ehrengast auf grösster spanischsprachiger Buchmesse
Mit Deutschland als Ehrengast hat die grösste spanischsprachige Buchmesse im mexikanischen Guadalajara einen neuen Besucherrekord erzielt. Knapp 660.000 Menschen besuchten die nach Frankfurt weltweit zweitgrösste Buchmesse, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Zu den Publikumsmagneten gehörten die Auftritte der deutschen Nobelpreisträgerin Herta Müller sowie die Lesungen von Bas Böttcher und Dalibor Markovic, Veteranen der deutschen Slam-Poetry.
Kolumbiens Guerilla erschießt vier Geiseln
Die kolumbianische Guerilla-Gruppe FARC hat vier Geiseln erschossen, als die Armee versuchte, sie zu befreien. Präsident Juan Manuel Santos verurteilte die Morde als die "grausamste Tat der Narcoterroristen seit langem". Santos hatte Anfang November der Guerilla den schwersten Schlag ihrer Geschichte versetzt, als die Armee den FARC-Chef Alfonso Cano tötete.
EU-Beobachter kritisieren "demokratischen Rückschritt" in Nicaragua
EU-Beobachter haben die Umstände der Wiederwahl von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega scharf kritisiert.
"Timochenko" neuer Guerilla-Chef in Kolumbien
Nach dem Tod von Alfonso Cano ist Timoleón Jiménez alias "Timochenko" neuer Chef der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC). Jiménez' Vorgänger Cano wurde am 4. November von Kolumbiens Armee getötet, die damit der ältesten Guerilla Lateinamerikas den schwersten Schlag ihrer Geschichte versetzt hatte.
Kolumbiens Regierung erklärte Jiménez zum neuen militärischen Ziel. Der 52-Jährige mit dem bürgerlichen Namen Rodrigo Londoño ist auch unter seinem Kampfnamen Timochenko bekannt. Jiménez' Ernennung werde Friedensverhandlungen zwischen Guerilla und Regierung eher erschweren, urteilte ein Analyst.
Kolumbiens Regierung erklärte Jiménez zum neuen militärischen Ziel. Der 52-Jährige mit dem bürgerlichen Namen Rodrigo Londoño ist auch unter seinem Kampfnamen Timochenko bekannt. Jiménez' Ernennung werde Friedensverhandlungen zwischen Guerilla und Regierung eher erschweren, urteilte ein Analyst.
Guatemalas Präsident genehmigt US-Auslieferung von Ex-Präsident Portillo
Guatemalas Präsident Álvaro Colom hat am Dienstag (Ortszeit) die Auslieferung des Ex-Präsidenten Alfonso Portillo an die USA genehmigt. Portillos Präsidentschaft (2000-2004) gilt als die korrupteste Zeit in der Geschichte Guatemalas.
Human Rights Watch kritisiert "systematische Armee- und Polizeifolter" in Mexikos Drogenkrieg
Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen Armee und Polizei in Mexikos Drogenkrieg. Die Sicherheitskräfte haben laut der Menschenrechtsorganisation in 170 Fällen Verdächtige gefoltert, 39 Menschen spurlos verschwinden lassen und 24 Menschen außergerichtlich hingerichtet. Das 236-seitige Dokument beruht auf Recherchen von Human Rights Watch in den fünf gewalttätigsten Bundesstaaten Mexikos. Es kommt zum Schluss, dass Mexikos Sicherheitskräfte "systematisch foltern", um Geständnisse oder Informationen über Drogenkartelle zu erhalten. Das tatsächliche Ausmaß der Menschenrechtsverbrechen durch die Sicherheitskräfte sei wahrscheinlich um ein mehrfaches größer als die von HRW genannten Zahlen, sagte eine am Bericht beteiligte Expertin gegenüber dem epd. Mexikos Regierung wies die Vorwürfe zurück. "Wer die Menschenrechte verletzt, sind die Kriminellen", teilte Präsident Felipe Calderón mit.
EU kritisiert undurchsichtige Wahlen in Nicaragua
Die Beobachter der Europäischen Union haben die Wiederwahl von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega als undurchsichtig kritisiert.
Verschwunden in Mexiko
Ortega führt umstrittene Wahlen in Nicaragua
Nicaraguas Präsident Daniel Ortega führt nach den Wahlen am Sonntag deutlich. Gemäß provisorischen Ergebnissen der Wahlbehörde von Sonntagnacht erzielte Ortega mehr als 60 Prozent der Stimmen. Zweitplatzierter ist demnach mit rund 30 Prozent Ortegas liberaler Herausforderer Fabio Gadea. Lokale Beobachter sprachen den Wahlen die Glaubwürdigkeit ab. Internationale Beobachter der Europäischen Union beklagten "Fallen und Hürden" bei der Überwachung der Wahl.
Bürgerkriegsgeneral neuer Präsident Guatemalas
Otto Pérez Molina (61) wird neuer Präsident Guatemalas. Er gewann die Stichwahl am Sonntag mit rund 54 Prozent, so das vorläufige Ergebnis. Der pensionierte Bürgerkriegsgeneral kündigte an, sein Wahlkampfversprechen der "harten Hand" ab dem ersten Amtstag am 14. Januar umzusetzen.
Kolumbiens Guerilla lehnt Waffenniederlegung ab
Kolumbiens Guerilla will weiterkämpfen. In ihrer ersten Erklärung seit dem Tod ihres Chefs Alfonso Cano lehnten die "Revolutionären bewaffneten Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) die Niederlegung der Waffen ab: "Der Frieden in Kolumbien wird nicht durch eine Demobilisierung der Guerilla erreicht, sondern durch die definitive Abschaffung der Gründe, die zur (bewaffneten) Erhebung führen".
Kolumbiens Armee tötet Guerilla-Chef Cano
Der Chef der kolumbianischen Guerilla, Alfonso Cano, ist tot. Der 63-Jährige starb bei einem Feuergefecht mit der Armee, zusammen mit weiteren Guerillakämpfern. Kolumbiens früherer Friedenskommissar Camilo Gómez sprach von einem "enormen Triumph" für den seit letztem Jahr regierenden Präsident Juan Manuel Santos. Zugleich symbolisiere Canos Tod die Niederlage der "Revolutionären bewaffneten Streitkräfte Kolumbiens" (FARC): "Die Tage der FARC sind gezählt".
Kuba erlaubt Immobilienhandel
Nach mehr als 50 Jahren erlaubt Kuba erstmals den freien Kauf oder Verkauf von Häusern.
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