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EU-Beobachter kritisieren "demokratischen Rückschritt" in Nicaragua

EU-Beobachter haben die Umstände der Wiederwahl von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega scharf kritisiert.

EU kritisiert undurchsichtige Wahlen in Nicaragua

Die Beobachter der Europäischen Union haben die Wiederwahl von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega als undurchsichtig kritisiert.

Ortega führt umstrittene Wahlen in Nicaragua

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega führt nach den Wahlen am Sonntag deutlich. Gemäß provisorischen Ergebnissen der Wahlbehörde von Sonntagnacht erzielte Ortega mehr als 60 Prozent der Stimmen. Zweitplatzierter ist demnach mit rund 30 Prozent Ortegas liberaler Herausforderer Fabio Gadea. Lokale Beobachter sprachen den Wahlen die Glaubwürdigkeit ab. Internationale Beobachter der Europäischen Union beklagten "Fallen und Hürden" bei der Überwachung der Wahl.

Wiederwahl per Wellblech

In Nicaragua ist Ex-Revolutionär Ortega der Machterhalt sicher, dank Milliarden-Almosen aus Venezuela. Doch den Armen hilft das letztlich nicht.

Amtsinhaber Ortega Favorit bei Wahlen in Nicaragua

In Nicaragua sind am Sonntag 3,4 Millionen Wahlberechtigte zu den Präsidenten- und Parlamentswahlen aufgerufen. Favorit ist Amtsinhaber Daniel Ortega (65). Jüngste Umfragen sagen dem einstigen Führer der sandinistischen Revolution 48 bis 58 Prozent voraus.

Wiederwahl per Wellblech

Ortegas Wiederwahl als Nicaraguas Präsident am nächsten Sonntag ist so gut wie sicher, dank millionenfach verschenkter Blechdächer für die Armen des Landes und weiterer von Venezuela finanzierter Almosen. Den Armen Nicaraguas hilft das letztlich wenig, Ortegas Unternehmerfreunden umso mehr. Nicht nur darum spricht die Opposition von den "unglaubwürdigsten Wahlen der Welt". Systematisch knebelt der einstige sandinistische Revolutionsführer die Opposition und setzt sich über die Verfassung hinweg.

Kandidaten im Zwielicht

Nicaragua wählt im Schatten von Hugo Chávez, Guatemala im Schatten der Drogenmafia

Nicaragua: Die Revolutionärssöhne im Porsche

In Costa Rica führen Familie und Freunde von Nicaraguas Altrevolutionär und Präsident Daniel Ortega ein luxuriöses Leben. Das stößt besonders in Nicaragua auf großes Echo, wo 27 Prozent der Bevölkerung unterernährt sind ... Originaltext 13.2.

Nicaragua: Opposition bekämpft Wiederwahl Ortegas

Opposition und Medien in Nicaragua haben den Gerichtsbeschluss zur Wiederwahl von Präsident Daniel Ortega als diktatorisch kritisiert. Die oppositionelle liberale Partei (PLC) sprach in einer Mitteilung in der Nacht auf Dienstag von einem "illegalen und verfassungswidrigen Urteil" zugunsten des "Diktators Ortega". Weitere Oppositionsgruppen kündigten an, internationale Unterstützung gegen die überraschende Gerichtsentscheidung zu suchen.

Gioconda Belli auf Lesereise in Deutschland

Die nicaraguanische Schriftstellerin Gioconda Belli wird im September auf einer Lesereise durch Deutschland ihr neues Werk präsentieren. Wie Bellis Agentin mitteilte, wird sie den Roman "Unendlichkeit in ihrer Hand" (Droemer) zwischen dem 7. und dem 16. September in insgesamt neun Städten vorstellen.

Die eigenwillige Interpretation der biblischen Geschichte von Adam und Eva provozierte bei ihrer Erscheinung im spanischsprachigen Original in Nicaragua im vergangenen Jahr heftige Kritik. Konservative Sektoren Nicaraguas störten sich an Bellis freizügigem Umgang mit dem Bibelmythos und den allzu menschlichen Zügen, die sie ihren Darstellern verleiht.

Getrennte Revolutionsfeiern in Nicaragua

- Vor 30 Jahren stürzten die Sandinisten um Revolutionsführer Daniel Ortega die Diktatur Somoza
- Der heutige Präsident Ortega feiert ohne die früheren Helden
- Kritik am autoritären Kurs Ortegas

Noch kein Kompromiss zu Honduras

- Gestürzter Präsident von Honduras stimmt Kompromissvorschlag zu, Putschregierung lehnt ab.
- Manuel Zelaya kündigt mögliche Rückkehr nach Honduras am Montag an.
- Vermittler Oscar Arias schlägt eine "Regierung der nationalen Versöhnung" unter Leitung Zelayas vor.

Nicaragua: Straßenschlachten zwischen Opposition und Regierungsanhängern

In Nicaragua ist es am Samstag (Ortszeit) in mehreren Städten zu Straßenschlachten zwischen Opposition und Anhängern der sandinistischen Partei des Präsidenten Daniel Ortega gekommen. Die Opposition forderte die Annullierung der Kommunalwahlen vom vergangenen November und warf der Regierung erneut Wahlbetrug vor. Ortega hingegen warf der Opposition vor, mit "ausländischen Kräften" zu konspirieren.
Hier der Originaltext, hier die veröffentlichte(n) Fassung(en): epd (1.3.)

Pressefreiheit in Nicaragua bedroht

Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) kritisiert die "intolerante Politik" von Staatspräsident Daniel Ortega und kritisiert zunehmende Einschüchterungen von Journalisten.

Hier der Originaltext, hier die veröffentlichte(n) Fassung(en): epd (28.1.)

Gioconda Belli: "Meine Literatur ist auch für Männer nützlich"

Die Feministin unter Lateinamerikas Literaten wird am 9. Dezember 60 Jahre alt 

Managua. Weltweit berühmt wurde die nicaraguanische Schriftstellerin Gioconda Belli mit ihrem Roman "Bewohnte Frau". Das Werk verarbeitete ihre Erfahrungen in der sandinistischen Revolution Nicaraguas der 1980er Jahre und begründete zugleich ihren Ruf als feministische Autorin - ein Etikett, gegen das sie sich vehement wehrt. 
Heute gehört Belli zu den schärfsten Kritikern des damaligen Revolutionsführers und heutigen Präsidenten von Nicaragua, Daniel Ortega. Sie wirft ihm Skrupellosigkeit und Autoritarismus vor. 
Die Auseinandersetzung mit Politik und Feminismus, mit gescheiterten Utopien und der Rolle der Frau, zieht als roter Faden durch ihr Werk - so auch im nächsten Roman, an dem sie derzeit schreibt. Er handelt von Frauen, die mit der "Partei der erotischen Linken" die Macht ergreifen - und scheitern. 
Veröffentlichte(n) Fassung(en): epd (2.12.08)

Wahlkonflikt in Nicaragua - USA und EU erhöhen diplomatischen Druck

Nach den umstrittenen Kommunalwahlen in Nicaragua haben die USA und die EU am Dienstag (Ortszeit) den diplomatischen Druck auf das mittelamerikanische Land erhöht. Die USA kündigten an, 64 Millionen US-Dollar Entwicklungshilfegelder zu blockieren. Die Europäische Union unterstützte die Forderungen der Opposition nach einer Überprüfung des Wahlergebnisses.
Bei den Kommunalwahlen vom vergangenen 9. November eroberte die linksgerichtete sandinistische Partei von Präsident Ortega gemäß offiziellem Ergebnis 105 von 146 Gemeinden und Städten, darunter die Hauptstadt. Die oppositionelle liberale Partei anerkennt das Resultat jedoch nicht. Sie geht davon aus, dass ihr der Sieg in mindestens 50 Kommunen gestohlen wurde.
Hier der komplette Originaltext, hier die veröffentlichte(n) Fassung(en): epd (26.11.08)

Nicaragua: Erneut Gewalt gegen Opposition

Erneut verhindern sandinistische Schlägertrupps eine Demonstration der Opposition. Geberländer mahnen Demokratie an.

Hier der komplette Originaltext, hier die veröffentlichte(n) Fassung(en): epd (19.11.08)

Nicaragua: Gewalttätige Auseinandersetzungen um Wahlergebnis

Bewaffnete Regierungsanhänger hindern Opposition am Demonstrieren - mehrere Verletzte 

Hier der komplette Originaltext, hier die veröffentlichte(n) Fassung(en): epd (17.11.08)

Nicaraguas fragwürdige Wahlen: Tausende von Stimmzetteln auf dem Müll

In Nicaragua mehren sich die Zweifel an den Kommunalwahlen vom letzten Sonntag. Die Opposition erkennt die Ergebnisse nicht an und spricht von Betrug. Beobachter und Kirche fordern Neuauszählung.

Hier der komplette Originaltext, hier die veröffentlichte(n) Fassung(en): epd (13.11.08)