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Guatemalas Präsident genehmigt US-Auslieferung von Ex-Präsident Portillo

Guatemalas Präsident Álvaro Colom hat am Dienstag (Ortszeit) die Auslieferung des Ex-Präsidenten Alfonso Portillo an die USA genehmigt. Portillos Präsidentschaft (2000-2004) gilt als die korrupteste Zeit in der Geschichte Guatemalas.

Bürgerkriegsgeneral neuer Präsident Guatemalas

Otto Pérez Molina (61) wird neuer Präsident Guatemalas. Er gewann die Stichwahl am Sonntag mit rund 54 Prozent, so das vorläufige Ergebnis. Der pensionierte Bürgerkriegsgeneral kündigte an, sein Wahlkampfversprechen der "harten Hand" ab dem ersten Amtstag am 14. Januar umzusetzen.

Bürgerkriegsgeneral Favorit bei Stichwahl in Guatemala

In Guatemala sind am Sonntag 7,3 Millionen Wahlberechtigte zur Stichwahl um die Präsidentschaft aufgerufen. Favorit ist laut der letzten Umfragen der Bürgerkriegsgeneral Otto Pérez Molina (60), Erstplatzierter der ersten Wahlrunde vom 11. September.

Kandidaten im Zwielicht

Nicaragua wählt im Schatten von Hugo Chávez, Guatemala im Schatten der Drogenmafia

Guatemala: 2.500 Morde im laufenden Jahr

In Guatemala sind im laufenden Jahr 2.496 Menschen ermordet worden, drei Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Zugenommen hat dabei auch die Grausamkeit der Taten. Von den knapp 2500 Ermordeten wurden 100 zuvor gefoltert und 76 anschließend zerstückelt. Gemäß einer am selben Tag veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen weisen die zentralamerikanischen Kleinstaaten die weltweit zweithöchsten Mordraten auf, nach den Ländern des südlichen Afrika. Die vom UN-Büro für Drogen und Kriminalität (UNODC) erstellte Untersuchung sieht einen "klaren Zusammenhang zwischen Kriminalität und Entwicklung". Insbesondere Länder mit großen Einkommensunterschieden zwischen Arm und Reich seien besonders anfällig für massive Gewalt.

Guatemala: Macht, Drogen und Korruption

Im Rennen um Guatemalas Präsidentschaft kommt es wahrscheinlich zur Stichwahl zwischen dem Bürgerkriegsgeneral Pérez Molina und dem Unternehmer Baldizón. Beide wollen die eskalierende Gewalt mit harter Hand und Todesstrafe bekämpfen. Und beiden wird Finanzierung durch das Organisierte Verbrechen nachgesagt.

Bürgerkriegsgeneral führt bei Präsidentenwahlen in Guatemala

Wahrscheinlich kommt es zur Stichwahl zwischen Otto Pérez Molina (60) und dem ebenfalls rechtsgerichteten Unternehmer Manuel Baldizón (41).

Im Schatten der Drogenkartelle

Ein Bürgerkriegsgeneral hat bei der Präsidentenwahl in Guatemala die besten Chancen, denn er verspricht hartes Vorgehen gegen die Kriminalität. Mit jährlich 47 Morden je 100.000 Einwohner hat sie in dem zentralamerikanischen Land epidemische Ausmaße erreicht. Eine der Ursachen ist das Vordringen mehrerer mexikanischer Drogenkartelle in Guatemala. Nachdem sie in oft blutigen Abrechnungen mit lokalen Banden die Kontrolle über die nördliche Grenzregion El Petén erreicht hätten, versuchten sie nun, ihren Einfluss auf Politiker und Unternehmer in Guatemala auszubauen, warnten kürzlich die Kriminalitätsexperten der US-Organisation "InSight Crime". Größte Sorge der internationalen Wahlbeobachter sind darum die "exzessiven Wahlkampfausgaben", finanziert aus dunklen Quellen.

Die Verheißungen der "harten Hand"

Der frühere Bürgerkriegsgeneral Pérez Molina ist Favorit der Präsidentenwahlen in Guatemala

Guatemalas Ex-Präsident Portillo soll an USA ausgeliefert werden

Der des Drogenhandels und der Geldwäsche verdächtigte Ex-Präsident Guatemalas, Alfonso Portillo, kann definitiv an die USA ausgeliefert werden. Das entschied das Verfassungsgericht des mittelamerikanischen Landes am Freitag (Ortszeit) einstimmig in letzter Instanz. Die Justiz der Vereinigten Staaten wirft dem früheren Staatschef Geldwäsche im Umfang von mindestens 70 Millionen US-Dollar und Veruntreuung vor.

Guatemalas Behörden verweigern First Lady Kandidatur für Präsidentschaft

Guatemalas Behörden haben der First Lady Sandra Torres die Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen am 11. September verweigert und ihr Rechtsmissbrauch vorgeworfen. Torres ließ sich im April von ihrem Mann, Präsident Alvaro Colom, scheiden, um Verfassungsbeschränkungen bei der Kandidatur zu umgehen.

Mit Bomben für Biosprit

In Guatemala werden Ureinwohner brutal vertrieben, um Platz für Zuckerrohrplantagen zu schaffen. Dabei hatte Präsident Álvaro Colom einst "Sozialdemokratie mit Antlitz der Maya" versprochen. Doch es herrscht Wahlkampf. Da zählen die Interessen der wenigen Großgrundbesitzer mehr als das Menschenrecht auf Nahrung und Unterkunft.

Guatemala verhaftet Polizeichef aus dem Bürgerkrieg

In Guatemala haben die Behörden den früheren Chef der nationalen Polizei, Héctor Bol de la Cruz, festgenommen. Er soll für das spurlose Verschwinden des Gewerkschaftsführers Fernando García im Jahr 1984 verantwortlich sein. Die Stiftung GAM, die die Aufklärung früherer Bürgerkriegsverbrechen unterstützt, sprach von einem "wichtigen Schritt im Kampf gegen die Straflosigkeit" in Guatemala. Insgesamt verschwanden während des Bürgerkriegs in Guatemala (1960 - 1996) schätzungsweise 45.000 Menschen spurlos, unter Beteiligung von Armee und Polizei.

Gericht in Guatemala spricht Ex-Präsidenten Portillo von Korruptionsvorwürfen frei

Ein Gericht in Guatemala hat den ehemaligen Präsidenten Alfonso Portillo (59) von Korruptionsvorwürfen freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft kündigte Berufung an. Sie wirft Portillo vor, während seiner Amtszeit von 2000 bis 2004 rund 15 Millionen US-Dollar Staatsgelder abgezweigt zu haben. Portillo bleibt weiterhin in Haft, da auch noch internationale Verfahren wegen Geldwäsche gegen ihn laufen.

Beweise zwischen Pfützen und Ratten

Der blutige Bürgerkrieg Guatemalas soll mit Hilfe des wiedergefundenen Polizeiarchivs aufgearbeitet werden.

Code 300: ab zur Hinrichtung

Guatemala hofft, endlich die Gräueltaten seines Bürgerkrieges aufzuklären. Kernstück ist das Nationale Polizeiarchiv: 80 Millionen Dokumente, zufällig zwischen Ratten und Pfützen entdeckt. Die Schweiz beteiligt sich an der Rettung, nicht nur mit digitalem Backup in Bern.

Schwere Vorwürfe gegen Guatemalas Justiz

UN-Chefermittler tritt aus Protest gegen Korruption und kriminelle Machenschaften im zentralamerikanischen Staat zurück ... Originaltext 7.6.10

Guatemalas Ex-Präsident kann an USA ausgeliefert werden

Der ehemalige Präsident von Guatemala, Alfonso Portillo (58), kann an die USA ausgeliefert werden. Das entschied ein Gericht in Guatemala-Stadt am Mittwoch (Ortszeit). Die Justiz der Vereinigten Staaten wirft dem früheren Staatschef Geldwäsche von mindestens 70 Millionen US-Dollar und Veruntreuung vor ... Originaltext 18.3.

Guatemalas Polizeichef wegen Drogenhandel festgenommen

In Guatemala sind der nationale Polizeichef Baltazar Gómez sowie die Chefin der Antidrogenpolizei, Nelly Bonilla, festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Drogenbesitz sowie die Beteiligung an einem fünffachen Polizistenmord im vergangenen Jahr vor. Die US-Antidrogenbehörde DEA wies in früheren Berichten wiederholt auf die Unterwanderung von Guatemalas Staat und Polizei durch die Drogenmafia hin ... Originaltext 2.3.

"Energievolle" Feier zum Mauerfall - in Guatemala

Guatemala hat den 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls am Montag (Ortszeit) mit einem Gratiskonzert der "Toten Hosen" gefeiert. Zum erstmaligen Auftritt der Düsseldorfer Punkrocker in Zentralamerika erschienen etwa 1000 bis 2000 Besucher, teilten Fans dem epd auf Anfrage mit. "Alle waren glücklich", berichtete der Musikexperte Edwin Paredes in Guatemala Stadt.