Vereinte Nationen kündigen Soforthilfe an
San José. Der Hurrikan Felix hat am Dienstag in Nicaraguas Karibikprovinz eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Über die Lage der rund 100 000 Miskito-Indigenen dort zeigte sich die Unicef in einer Pressemitteilung "wirklich besorgt". Zahlreiche Orte sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten. Der Provinz-Hauptort Puerto Cabezas (Bilwi) ist laut Angaben des nicaraguanischen Katastrophenschutzes zu 90 Prozent zerstört. "Es gibt weder Trinkwasser noch Strom. Die Menschen haben das Wenige, das sie haben, verloren", sagte der Gouverneur der Provinz ((autonome Provinz Nordatlantik)), Reinaldo Francis, im lokalen Radio.
Nicaraguas Präsident Daniel Ortega erklärte den Katastrophenzustand für die Atlantikprovinz und bat das Ausland um Hilfe. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen kündigte die Lieferung von Nahrungsmitteln für 55 000 Menschen an. Verlässliche Angaben über Opfer und Schäden lagen aus der schwer zugänglichen Region bis Dienstagnacht (Ortszeit) nicht vor.
Unterdessen hat das benachbarte Honduras am Dienstag 18 000 Menschen evakuiert. Meteorologen warnten, dass die Ausläufer des bereits stark abgeschwächten Hurrikans heftige Regenfälle und Erdrutsche auslösen können.