Friedensnobelpreisträgerin aus Hotel geworfen

Rigoberat Menchú wurde in Mexiko aus Hotel geworfen - Angestellte verwechselten die Maya-Friedensnobelpreisträgerin mit Straßenhändlerin

San José. Guatemalas Präsidentschaftskandidatin und Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú ist in Mexiko aus dem Hotel verwiesen worden. Wie lokale Medien am Samstag (Ortszeit) berichteten, hatten übereifrige Hotelangestellte Menchú für eine Straßenhändlerin gehalten. Die 48 -Jährige kleidet sich grundsätzlich in der traditionellen Maya-Tracht. Die farbenfrohe Kleidung wird in Guatemala und Mexiko sonst typischerweise von verarmten Frauen aus den indigenen Gebieten getragen.

Menchú hatte sich laut dem mexikanischen Sender "Union Radio" auf Einladung des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón im Badeort Cancún aufgehalten. Dort hat sie eine Konferenz über Wasser und Religion geleitet.

Menchú kandidiert an den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 9. September in Guatemala für das höchste Staatsamt. Die international bekannte Maya-Aktivistin hat laut Umfragen wenig Chancen, sich gegen die etablierten Kandidaten und Parteien durchzusetzen. Für ihren Einsatz zur Aufklärung und strafrechtlichen Verfolgung von Menschenrechtsverbrechen hat Menchú 1992 den Friedensnobelpreis erhalten.