Luxusranch bringt Mexikos Ex-Präsident Vicente Fox ins Zwielicht
San José. Mexikos Ex-Präsident Vicente Fox hat Verdächtigungen zurückgewiesen, während seiner Regierungszeit (2001 - 2006) Staatsmittel für seine private Ranch verwendet zu haben. "Vor Mexiko und den Mexikanern, und vor meiner Mutter, die im Himmel ist, erkläre ich die Wahrheit zu sagen", schrieb Fox in einer in der Nacht auf Mittwoch verbreiteten Presseerklärung.
Zweifel an Fox' Lauterkeit waren aufgekommen, nachdem die mexikanische Zeitschrift "Quien" Bilder seiner in den vergangenen Jahren luxuriös renovierten Residenz veröffentlicht hatte. "Die Familie Fox ein Jahr nach dem Ausscheiden aus dem Amt" lautete der provokative Titel dazu und warf die Frage auf, woher die Mittel kamen. Fox war vor seiner Präsidentschaft Manager im Getränkekonzern Coca-Cola und soll finanzielle Probleme gehabt haben.
Mexikos Kongress hat inzwischen mit den Stimmen der Opposition eine Untersuchungskommission eingesetzt. Die Unterstützung entzogen hat ihr die konservative Partei des regierenden Präsidenten Felipe Calderon, der auch Fox angehört. Deren Generalsekretär Carlos Abascal warf der Opposition am Dienstag eine Schmutzkampagne gegen Fox vor.
In den vergangenen Jahren waren auch Korruptionsverdächtigungen gegen Fox' Ehefrau Martha Sahagun aufgekommen, die sich über Baufirmen lukrative Regierungsaufträge gesichert haben soll. Die Familie Fox hat bisher alle Anschuldigungen zurückgewiesen.