San José. In Santiago de Cuba haben Beamte der kubanischen
Staatssicherheit 18 Oppostionelle festgenommen, nachdem sie mit
Plakaten gegen die "Diktatur" Fidel Castros demonstriert hatten. Wie
die oppositionelle Internetzeitung "Cubaencuentro" am Mittwochmorgen
(Ortszeit) berichete, wurde mehreren der Festgenommenen ein Verfahren
wegen "vordeliktiver Gefährlichkeit" angedroht.
Mit den jüngsten Festnahmen im Osten der Insel sind in den vergangenen
zwei Wochen mindestens 47 Oppositionelle dauerhaft oder vorübergehend
inhaftiert worden. Der Menschenrechtler Elizardo Sánchez in Havanna
schrieb in einer Pressemitteilung von einer "präventiven Repression"
im Hinblick auf den kommenden 10. Dezember, dem Tag der
Menschenrechte. Auf dieses Datum hin haben mehrere Oppositionsgruppen
auf Kuba Kundgebungen angekündigt.