- Mit Menschenrechtsverletzungen, Folter und Amtsmissbrauch ist das Ansehen von Mexikos Polizei auf dem Tiefpunkt. Jetzt soll sie rundum erneuert werden. Zumindest in der Hauptstadt.
Mexiko Stadt. Der Polizeichef und der Generalstaatsanwalt von Mexiko Stadt, Joel Ortega und Rodolfo Félix Cárdenas, sind nach einer missglückten Disco-Razzia mit zwölf Todesopfern zurückgetreten. Wie Oberbürgermeister Marcelo Ebrard am Dienstag (Ortszeit) ankündigte, soll damit ein "institutioneller Wandel" bei der Polizei von Mexikos Hauptstadt eingeleitet werden. "Wir müssen das Sicherheitsministerium erneuern. Wir müssen eine andere Sorte von Polizei aufbauen", sagte Ebrard vor den Medien.
Damit reagierte der linksgerichtete Oberbürgermeister auf die schweren Vorwürfe, die die Menschenrechtskommission von Mexiko Stadt nur eine Stunde zuvor gegen deren Polizei erhoben hatte. In einem Untersuchungsbericht attestierte die staatliche Kommission den Sicherheitskräften Menschenrechtsverletzungen, Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung.
Anlass der Untersuchung war ein dilettantischer Polizeieinsatz vom 20. Juni in einer Disco der Hauptstadt. Er löste unter den 500 Gästen Panik aus, in deren Folge neun Jugendliche und drei Polizisten das Leben verloren. Dutzende von Discobesuchern wurden anschließend von der Polizei ohne Anlass festgenommen und dabei misshandelt.
Das tragische Ereignis spiegele tiefer gehende Missstände bei Mexikos Polizei wieder, resümierte der Präsident der Menschenrechtskommission, Emilio Álvarez. "Sie stellen die Menschenrechte nicht in den Mittelpunkt ihrer Arbeit", kritisierte Álvarez die Sicherheitskräfte.
Auch an anderen Orten Mexikos ist die Polizei in den vergangenen Wochen wegen ihres fragwürdigen Vorgehens unter Beschuss geraten. So warf "amnesty international" letzten Donnerstag (3.7.) Mexikos Sicherheitskräften vor, bei ihren Ermittlungen Folter anzuwenden. Anlass war ein an die Öffentlichkeit geratenes Video aus dem Bundesstaat Guanajuato. Darauf ist zu sehen, wie zwei Polizisten einen Festgenommenen misshandeln und ihn unter anderem zwingen, sich in Fäkalien zu setzen. Laut den Behörden handelte es sich dabei um eine gestellte Aufnahme, die zu "Ausbildungszwecken" erstellt worden sei.
Von systematischer Folter durch die Polizei spricht auch die nationale Menschenrechtskommission Mexikos. Sie veröffentlichte am Montag (7.7.) einen Bericht über Polizeifolter im Bundesstaat Guanajuato. Er dokumentiert acht Fälle von Verhören unter Folter. Mehrere der Opfer wurden dabei schwer verletzt.
Mexiko Stadt. Der Polizeichef und der Generalstaatsanwalt von Mexiko Stadt, Joel Ortega und Rodolfo Félix Cárdenas, sind nach einer missglückten Disco-Razzia mit zwölf Todesopfern zurückgetreten. Wie Oberbürgermeister Marcelo Ebrard am Dienstag (Ortszeit) ankündigte, soll damit ein "institutioneller Wandel" bei der Polizei von Mexikos Hauptstadt eingeleitet werden. "Wir müssen das Sicherheitsministerium erneuern. Wir müssen eine andere Sorte von Polizei aufbauen", sagte Ebrard vor den Medien.
Damit reagierte der linksgerichtete Oberbürgermeister auf die schweren Vorwürfe, die die Menschenrechtskommission von Mexiko Stadt nur eine Stunde zuvor gegen deren Polizei erhoben hatte. In einem Untersuchungsbericht attestierte die staatliche Kommission den Sicherheitskräften Menschenrechtsverletzungen, Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung.
Anlass der Untersuchung war ein dilettantischer Polizeieinsatz vom 20. Juni in einer Disco der Hauptstadt. Er löste unter den 500 Gästen Panik aus, in deren Folge neun Jugendliche und drei Polizisten das Leben verloren. Dutzende von Discobesuchern wurden anschließend von der Polizei ohne Anlass festgenommen und dabei misshandelt.
Auch an anderen Orten Mexikos ist die Polizei in den vergangenen Wochen wegen ihres fragwürdigen Vorgehens unter Beschuss geraten. So warf "amnesty international" letzten Donnerstag (3.7.) Mexikos Sicherheitskräften vor, bei ihren Ermittlungen Folter anzuwenden. Anlass war ein an die Öffentlichkeit geratenes Video aus dem Bundesstaat Guanajuato. Darauf ist zu sehen, wie zwei Polizisten einen Festgenommenen misshandeln und ihn unter anderem zwingen, sich in Fäkalien zu setzen. Laut den Behörden handelte es sich dabei um eine gestellte Aufnahme, die zu "Ausbildungszwecken" erstellt worden sei.