Nicaragua fordert eine Milliarde gegen Drogenhandel

San José. Nicaraguas Präsident Daniel Ortega fordert von den USA eine Milliarde US-Dollar, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Wie Ortega bei einer öffentlichen Rede am Samstag in Managua sagte (laut lokalen Medien in Managua sagte), soll das Geld über die nächsten fünf Jahre von allen mittelamerikanischen Staaten gemeinsam eingesetzt werden. Diese könnten damit Helikopter, Schnellboote "und alles notwendige im Kampf gegen den Drogenhandel" anschaffen.

Zudem sprach Ortega von einer "enormen Schuld der USA" gegenüber Nicaragua. Damit spielte Ortega auf die 80er Jahre an, als die USA Rebellengruppen in dem mittelamerikanischen Land finanzierten, um die damals von Ortega angeführte sandinistische Revolution zu stürzen.

Washington hat zu dem Vorschlag Ortegas bisher nicht Stellung genommen.

Mit geschätzten 600 Tonnen Kokain jährlich gilt Mittelamerika als Haupttransitroute für den Drogentransport von Kolumbien in die USA.