Interamerikanische Pressevereinigung fordert von Honduras Aufklärung von Journalistenmord

San José. Die Interamerikanische Pressevereinigung hat Honduras aufgefordert, den jüngsten Journalistenmord in dem mittelamerikanischen Land "unverzüglich" aufzuklären. Mit ihrer Pressemitteilung vom Freitag (Ortszeit) reagierte die SIP damit auf die Ermordung von José Fernando González. Der Radiomoderator und Medienunternehmer war am Dienstag (1. Januar) im Departement Santa Barbara, im Nordwesten von Honduras, von Unbekannten erschossen worden. Die Täter benutzten laut lokalen Pressemeldungen ein Auto ohne Kennzeichen, was auf eine Verbindung zu den staatlichen Sicherheitskräften hindeutet.

Erst am vergangenen 18. Oktober wurde in Tegucigalpa, der Hauptstadt
von Honduras, der Radiojournalist Carlos Salgado vom
regierungskritischen Sender "Cadena Voces" ermordet. Ein weiterer
Journalist, Direktor desselben Senders, sah sich dort kurz darauf
gezwungen, das Land zu verlassen, nachdem er wiederholt Morddrohungen
erhielt. Zu keinem der Fälle gibt es bisher Erkenntnisse.