Drogenbanden an Destabilisierung Haitis interessiert
Mexiko Stadt. Zwei Monate nach den blutigen Hungerprotesten dauert in Haiti die Regierungskrise an. Im Parlament von Port-au-Prince scheiterte am Donnerstag (Ortszeit) Robert Manuel bei der Wahl zum Premierminister, wie der haitianische Sender Radio Metropole berichtete. 57 von 85 anwesenden Abgeordneten stimmten gegen den früheren Polizeifunktionär, einem engen Freund von Staatspräsident René Préval. Es ist das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass ein von Préval vorgeschlagener Kandidat bei der Wahl zum Regierungschef scheitert.
Haiti bleibt somit seit dem Sturz von Jacques-Edouard Alexis ohne Premierminister. Alexis wurde am vergangenen 12. April vom Senat abgesetzt, da er nach dessen Meinung zu wenig gegen die um 50 Prozent gestiegenen Lebensmittelpreise unternommen hatte. Ein erster von Präsident Préval vorgeschlagener Kandidat scheiterte daraufhin am vergangenen 12. Mai. Damals verweigerte das Parlament Ericq Pierre, einem ehemaligen Berater der Interamerikanischen Entwicklungsbank, die Wahl.
In Haiti muss laut Verfassung der Präsident den Premierminister dem Parlament zur Wahl vorschlagen. Dessen Widerstand gegen Prévals jüngste Vorschläge erklärte die Minderheit der Préval unterstützenden Abgeordneten mit dem zunehmenden Einfluss der internationalen Drogenbanden auf die Politik. Diese seien an einer Destabilisierung des Landes interessiert. So sprach der Abgeordnete Jonas Coffy anlässlich des Scheiterns von Manuel von der "Kraft der Droge".
Ähnlich hatte sich auch Préval Anfang Juni geäußert. Damals warnte er, dass nur "Drogenhändler, Entführer und Rassisten" gegen Manuel als Premierminister sein können.
Haiti ist das ärmste Land Amerikas und in hohem Maße von Lebensmittelimporten abhängig. Allein die jährlichen Reiseinfuhren kosten derzeit 800 Millionen US-Dollar. Dadurch wird das Land, in dem 80 Prozent der 8,7 Millionen Menschen in Armut leben, besonders hart von den weltweit steigenden Agrarpreisen getroffen. Zudem gilt das Land als Stützpunkt im Drogenschmuggel von Kolumbien in die USA.
Haiti bleibt somit seit dem Sturz von Jacques-Edouard Alexis ohne Premierminister. Alexis wurde am vergangenen 12. April vom Senat abgesetzt, da er nach dessen Meinung zu wenig gegen die um 50 Prozent gestiegenen Lebensmittelpreise unternommen hatte. Ein erster von Präsident Préval vorgeschlagener Kandidat scheiterte daraufhin am vergangenen 12. Mai. Damals verweigerte das Parlament Ericq Pierre, einem ehemaligen Berater der Interamerikanischen Entwicklungsbank, die Wahl.
In Haiti muss laut Verfassung der Präsident den Premierminister dem Parlament zur Wahl vorschlagen. Dessen Widerstand gegen Prévals jüngste Vorschläge erklärte die Minderheit der Préval unterstützenden Abgeordneten mit dem zunehmenden Einfluss der internationalen Drogenbanden auf die Politik. Diese seien an einer Destabilisierung des Landes interessiert. So sprach der Abgeordnete Jonas Coffy anlässlich des Scheiterns von Manuel von der "Kraft der Droge".
Ähnlich hatte sich auch Préval Anfang Juni geäußert. Damals warnte er, dass nur "Drogenhändler, Entführer und Rassisten" gegen Manuel als Premierminister sein können.
Haiti ist das ärmste Land Amerikas und in hohem Maße von Lebensmittelimporten abhängig. Allein die jährlichen Reiseinfuhren kosten derzeit 800 Millionen US-Dollar. Dadurch wird das Land, in dem 80 Prozent der 8,7 Millionen Menschen in Armut leben, besonders hart von den weltweit steigenden Agrarpreisen getroffen. Zudem gilt das Land als Stützpunkt im Drogenschmuggel von Kolumbien in die USA.