Kubas Polizei verhindert Oppositionstreffen

Mexiko Stadt. Mit landesweiten Festnahmen hat Kubas Polizei ein geplantes Treffen der Opposition verhindert. Wie der Menschenrechtler Elizardo Sánchez in Havanna mitteilte, wurden am Donnerstag 20 Oppositionelle an verschiedenen Orten des Lands vorübergehend festgenommen. Weitere wurden am Verlassen ihres Hauses gehindert.

Oppositionelle sprachen von einer "gigantischen Operation" der Staatssicherheit im gesamten Land. Damit sollte offenbar ein für Donnerstag geplantes Treffen von Oppositionsgruppen in der Hauptstadt verhindert werden.

Bereits am Mittwoch warnte Kubas Außenministerium vor einer "Eskalation provokativer Aktionen". In einer von den staatlichen Medien veröffentlichten Erklärung warf Kubas Regierung den USA vor, illegale Tätigkeiten von "Konterrevolutionären" zu finanzieren. Sánchez und andere Oppositionelle interpretierten das als Auftakt neuer Repressionsmaßnahmen.

Erst vor zwei Wochen hob die Europäische Union ihre diplomatischen Sanktionen gegen Kuba auf. Sie waren 2003 verhängt worden, nachdem Kubas Justiz 75 Oppositionelle zu langjährigen Haftstrafen verurteilt hatte.