Als Haupthindernis für Wiederaufbau nach Hurrikan bezeichnet
Mexiko-Stadt. Das Wirtschaftsembargo der USA gegen Kuba hat allein im vergangenen Jahr 3,775 Milliarden US-Dollar (2,65 Milliarden Euro) Schaden verursacht. Dies teilte Kubas Außenminister Felipe Pérez Roque am Donnerstag (Ortszeit) in der Hauptstadt Havanna mit. Zugleich machte er die USA für Kubas Versorgungsprobleme nach den Hurrikanen von Anfang September verantwortlich.
Am selben Tag griff Kubas ehemaliger Präsident Fidel Castro am Donnerstag die USA scharf an. In einem online in den Staatsmedien verbreiteten Artikel wies Castro erneut ein Hilfsangebot Washingtons über fünf Millionen US-Dollar (3,5 Millionen Euro) zurück und forderte stattdessen die Aufhebung des Embargos. Ausdrücklich forderte der frühere Revolutionsfrüher zudem das Recht, von US-Unternehmen auf Kredit kaufen zu dürfen.
Das Wirtschaftsembargo gegen Kuba wurde von Washington 1962 verhängt. Den gesamten Schaden seither daraus beziffert Kuba auf 93 Milliarden US-Dollar (65 Milliarden Euro). Seit 2002 erlauben die USA Lebensmittelexporte nach Kuba, allerdings nur gegen Barzahlung im voraus. Nach unabhängigen Berechnungen kommen inzwischen fast die Hälfte der in Kuba verkauften Grundnahrungsmittel aus den USA. Dessen Unternehmen sind Kreditgeschäfte mit Kuba verboten.
Am kommenden 29. Oktober wird Kuba vor den Vereinten Nationen erneut eine Resolution zur Aufhebung des Embargos vorlegen. Sie hat in den vergangenen Jahren regelmäßig überwältigende Zustimmung erhalten.