Veröffentlichte Fassung: NZZaS (7.9., pdf)
Hunderttausende sind in Haiti ohne Nahrung und Wasser. Stündlich werden neue Opfer bekannt.
Mexiko Stadt. Zwei Hurrikane innerhalb einer Woche haben in Hait mehr als 50 Menschenlebe gefordert. 600 000 Menschen benötigen dringend Soforthilfe, teilten die Vereinten Natione (Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten, OCHA, Genf) am Samstag mit.
Michael Kühn, Koordinator der Deutschen Welthungerhilfe in Haiti, berichtete auf Anfrage der "NZZ am Sonntag" von einer "angespannten bis verheerenden Lage". Im ganzen Land seien Straßen und Brücken zerstört, viele Ortschaften seien immer noch von der Aussenwelt abgeschnitten. Kühn geht davon aus, dass noch weitere Opfer der Hurrikane bekannt werden. "Die bereits vorliegenden Daten lassen Schlimmstes befürchten", sagte er.
Das Rote Kreuz und andere Hilfsoranisationen riefen dringend zu Spenden auf. Derweil treffen seit Freitag Hilfslieferungen des UN-Welternährungsprogrammes, der USA und internationaler Hilfswerke in Haiti ein. Auch die Schweiz und die EU sicherten Nothilfe zu.
Vergangenen Dienstag (2.9.) traf der Hurrikan „Hanna" nach einer überraschenden Kursänderung unvorbereitet den Norden Haitis. Zu diesem Zeitpunkt waren laut Kühn die Notvorräte in Haiti bereits aufgebraucht, denn genau eine Woche zuvor (26.8.) hatte der Hurrikan „Gustav" den Süden der Insel heimgesucht.
Besonders stark betroffen ist die überschwemmte Küstenstadt Gonaives, rund 150 km nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Dort fanden die lokalen Behörden am Freitag 495 Leichen in den Schlammmassen. Die 350 000 Einwohner von Gonaives harren ohne Trinkwasser und Lebensmittel aus. Tausende versuchen, schwimmend aus der Stadt zu entkommen.
Währenddessen steuert der nächste Hurrikan, „Ike" auf die Karibik zu. Kühn sagte dazu: "Man kann nur hoffen, dass der nächste Hurrikan nicht auch noch trifft".
Mexiko Stadt. Zwei Hurrikane innerhalb einer Woche haben in Hait mehr als 50 Menschenlebe gefordert. 600 000 Menschen benötigen dringend Soforthilfe, teilten die Vereinten Natione (Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten, OCHA, Genf) am Samstag mit.
Michael Kühn, Koordinator der Deutschen Welthungerhilfe in Haiti, berichtete auf Anfrage der "NZZ am Sonntag" von einer "angespannten bis verheerenden Lage". Im ganzen Land seien Straßen und Brücken zerstört, viele Ortschaften seien immer noch von der Aussenwelt abgeschnitten. Kühn geht davon aus, dass noch weitere Opfer der Hurrikane bekannt werden. "Die bereits vorliegenden Daten lassen Schlimmstes befürchten", sagte er.
Das Rote Kreuz und andere Hilfsoranisationen riefen dringend zu Spenden auf. Derweil treffen seit Freitag Hilfslieferungen des UN-Welternährungsprogrammes, der USA und internationaler Hilfswerke in Haiti ein. Auch die Schweiz und die EU sicherten Nothilfe zu.
Vergangenen Dienstag (2.9.) traf der Hurrikan „Hanna" nach einer überraschenden Kursänderung unvorbereitet den Norden Haitis. Zu diesem Zeitpunkt waren laut Kühn die Notvorräte in Haiti bereits aufgebraucht, denn genau eine Woche zuvor (26.8.) hatte der Hurrikan „Gustav" den Süden der Insel heimgesucht.
Besonders stark betroffen ist die überschwemmte Küstenstadt Gonaives, rund 150 km nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Dort fanden die lokalen Behörden am Freitag 495 Leichen in den Schlammmassen. Die 350 000 Einwohner von Gonaives harren ohne Trinkwasser und Lebensmittel aus. Tausende versuchen, schwimmend aus der Stadt zu entkommen.
Währenddessen steuert der nächste Hurrikan, „Ike" auf die Karibik zu. Kühn sagte dazu: "Man kann nur hoffen, dass der nächste Hurrikan nicht auch noch trifft".